Salonvorrat planen: Bedarf statt Überbestand
Von Hassieb Kalla · Dr.Kalla RedaktionTeilen
Handschuhe, Folien, Einwegartikel und kleine Hilfsmittel werden im Salon täglich gebraucht. Fehlt etwas mitten im Termin, kostet das Zeit; ein zu großer Vorrat bindet dagegen Platz und Budget. Mit einer klaren Bestandslogik kaufst du Verbrauchsmaterial bedarfsgerecht ein und erkennst früh, was wirklich nachbestellt werden muss.
Verbrauch zuerst sichtbar machen
Starte nicht mit einer pauschalen Großbestellung, sondern mit dem tatsächlichen Bedarf. Notiere für zwei bis vier normale Arbeitswochen, welche Artikel wie oft entnommen werden. Trenne häufig genutzte Basics von seltener benötigten Spezialartikeln. So entsteht eine belastbare Grundlage, die besser zu Teamgröße, Terminmix und Auslastung passt als ein geschätzter Monatsbedarf.
Mindestbestand und Arbeitsbestand festlegen
Lege für jeden wichtigen Artikel drei Mengen fest: den Arbeitsbestand für den laufenden Betrieb, einen kleinen Reservebestand und den Meldebestand für die Nachbestellung. Die Reserve sollte Lieferverzögerungen überbrücken, aber nicht zu unnötigen Großmengen führen. Im Salonbedarf lohnt es sich besonders, schnell drehende Artikel klar von langlebigem Zubehör zu trennen.
Den Bestellpunkt aus Verbrauch und Lieferzeit ableiten
Der passende Bestellpunkt hängt davon ab, wie viel du bis zur nächsten Lieferung voraussichtlich verbrauchst. Prüfe deshalb die übliche Lieferzeit und rechne einen kleinen Puffer für arbeitsreiche Tage ein. Kontrolliere die Werte nach einigen Wochen: Steigt die Auslastung, muss der Meldebestand mitwachsen; bleiben Artikel lange liegen, kannst du ihn vorsichtig senken.
Lagerplätze eindeutig organisieren
Gib jeder Artikelgruppe einen festen, beschrifteten Platz. Neue Ware kommt hinter den vorhandenen Bestand, damit ältere Packungen zuerst genutzt werden. Angebrochene Kartons sollten sichtbar bleiben, statt hinter ungeöffneten Einheiten zu verschwinden. Prüfe Mindesthaltbarkeitsdaten sowie Lagerhinweise auf der Verpackung und sortiere beschädigte oder abgelaufene Ware aus.
Eine kurze Wochenroutine etablieren
Plane einen festen wöchentlichen Kontrolltermin. Eine Person prüft die Meldebestände, offene Bestellungen und auffällige Mehrverbräuche. Dokumentiere nur Abweichungen und notwendige Bestellungen; das hält die Routine schlank. Monatlich vergleichst du Einkauf und tatsächlichen Verbrauch, damit überholte Mengen nicht dauerhaft weiterbestellt werden.
Häufige Fragen zur Vorratsplanung
Wie oft sollte der Bestand geprüft werden? Für schnell verbrauchte Basics ist eine kurze wöchentliche Kontrolle meist sinnvoll; seltene Artikel können in größeren Abständen geprüft werden. Sollte man bei Mengenrabatten immer größer einkaufen? Nur wenn der Artikel sicher verbraucht wird, ausreichend Lagerplatz vorhanden ist und der Preisvorteil die zusätzliche Kapitalbindung rechtfertigt.
Kurz gemerkt
- Verbrauch messen, statt Mengen nur zu schätzen.
- Arbeits-, Reserve- und Meldebestand getrennt definieren.
- Lieferzeit und reale Auslastung regelmäßig neu bewerten.
- Feste Lagerplätze und eine kurze Wochenkontrolle einführen.
Ergänze deinen Vorratsplan mit passend ausgewähltem Salon-Verbrauchsmaterial und bestelle nur Mengen, die zu deinem tatsächlichen Bedarf passen. So bleiben Arbeitsplätze vorbereitet und Bestellungen nachvollziehbar.

